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Ergonomischer Bürostuhl Zuschuss: Wer hat Anspruch und wie funktioniert es?
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Die kurze Antwort
Einen festen Zuschuss für einen ergonomischen Bürostuhl gibt es nicht, auch keinen Betrag „bis zu 435 Euro“. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt in der Regel keine Büromöbel: Hilfsmittel, die als allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens anzusehen sind, gehören nicht zu ihren Leistungen (§ 33 Abs. 1 SGB V), und ein Bürostuhl oder Schreibtisch ist in der Regel ein solcher.
Wer wegen einer Behinderung besondere Arbeitsmöbel für den Beruf braucht, kann die Kosten als Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben übernommen bekommen: Dazu gehören die Kosten technischer Arbeitshilfen, die wegen Art oder Schwere der Behinderung zur Berufsausübung erforderlich sind (§ 49 Abs. 8 Nr. 5 SGB IX). Zuständig sind dafür je nach Fall zum Beispiel die Rentenversicherung, die Bundesagentur für Arbeit oder die Unfallversicherung; die Krankenkasse ist für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben kein Träger (§ 6 Abs. 1 SGB IX). Einen festen Betrag nennt das Gesetz nicht.
Im Betrieb muss der Arbeitgeber Bildschirmarbeitsplätze nach den Grundsätzen der Ergonomie einrichten (Arbeitsstättenverordnung, Anhang 6.1). Für das Arbeiten zu Hause gilt das, wenn ein Telearbeitsplatz vereinbart ist; ein solcher ist erst eingerichtet, wenn der Arbeitgeber auch das Mobiliar bereitgestellt hat (§ 1 Abs. 4 und § 2 Abs. 7 ArbStättV).
Welcher Träger zuständig ist und welche Unterlagen er verlangt, klärt man am besten vor dem Kauf direkt mit ihm.
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